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Insektensterben | EU-Bürger sollen Insekten auf ihrer Haut züchten

EU-Projekt gegen das Insektensterben: EU-Bürger werden zur privaten Krabbelstube verpflichtet

Brüssel – Die EU geht einen mutigen Schritt in Richtung biologischer Vielfalt: Mit dem bahnbrechenden Insektenzuchtprogramm „BioSymbiose 2030“ wird jeder EU-Bürger ab 2026 offiziell zum wandelnden Insektenreservat.

Da Menschen durch ihren rücksichtslosen Lebensstil – Einsatz von Pestiziden, selbstgemachtem Klimawandel, maßlosem Atmen, exzessiver Nutzung von Fliegenklatschen und dem unverantwortlichen Einsatz von Fenstern mit Insektenschutzgittern – zum Niedergang der sechsbeinigen Mitbewohner beitragen, wird nun das bewährte Verursacherprinzip angewendet: Wer sticht oder beißt, darf bleiben!

Zwangszucht mit staatlicher Prämie

Jeder EU-Bürger ist verpflichtet, seinen Beitrag zum Biodiversitätsverlust der Insekten durch den gezielten Aufbau eines privaten Insektenbestandes auszugleichen. Die Grundidee ist so simpel wie genial: Entweder du züchtest Krabbeltiere auf deiner Haut – oder du machst deine Wohnung zur Krabbelstube der EU.

Damit der Insektenbestand messbar bleibt, wird die staatliche Förderung an folgende Messkriterien gekoppelt:

Anzahl der Stiche, Bisse und Hautirritationen pro Quadratzentimeter Epidermis (je größer der Ausschlag, desto üppiger die Auszahlung!)
Dichte der Insektenpopulation im Wohnraum (EU-Norm: Mindestens 20 Insekten unterschiedlicher Insektenarten pro Quadratmeter Schlafzimmerfläche)
Besondere Schutzmaßnahmen (z.B. Einsatz von Silberfischbrutkästen im Kleiderschrank, Umwidmung des Kühlschranks für eine Kakerlakenkolonie, ...)
Verzicht auf Angriffswaffen (großzügige Prämien für jede freiwillig abgegebene Fliegenklatsche im Rahmen der revolutionären „Waffen-zu-Wespenstöcken“-Initiative – eine bahnbrechende Maßnahme zur Abrüstung von Schlägern und Bestandsentwicklung von Summern und Brummern)

Befreiung nur gegen Zahlung der „Anti-Biodiversitätsabgabe“

Wer sich weigert, an dieser evolutionären Zuchtmaßnahme teilzunehmen, kann sich freikaufen – allerdings nicht zu einem Schnäppchenpreis. Die neu eingeführte „Anti-Biodiversitätsabgabe“ richtet sich nach der Anzahl der vermiedenen Insektenkontakte pro Jahr. Wer also zum Stichtag keinen einzigen Mückenstich vorweisen kann, muss tief in die Tasche greifen.

Erste Tester schwärmen von der neuen Nähe zur Natur

Bis 2030 sollen mindestens 10 % der Bürger aktiv an der Insektenzucht teilnehmen. Erste Versuchspersonen berichten von einer „innigen Beziehung“ zu ihren Hautbewohnern, die sich bereits zu einer Art biologischer Zweitfamilie entwickelt haben. Einige haben ihren Hausfliegen Namen gegeben, andere empfinden das sonore Summen der Mücken als „beruhigender als jede Meditations-App“.

Um diese innige Beziehung weiter zu fördern, entwickelt die EU eine App zur Ertragsüberwachung, mit der sich die persönliche Insektenproduktion erfassen und mit Freunden teilen lässt. Geplant sind Rankings wie „Blutspender des Monats“ für die größten Mückenstiche oder „Wohnzimmerzoo-Champion“ für die höchste Dichte an Silberfischchen.

Wer Interesse hat, kann sich ab sofort auf der Plattform „Ich-liebe-Insekten.eu“ registrieren. Dort gibt es auch Empfehlungen zur effizienten Schabenaufzucht im Küchenschrank und Anleitungen zur naturnahen Züchtung von Bettwanzen.

Standard-Genderhinweis der EU

Die EU ist verpflichtet, ihre Informationen gendergerecht zu formulieren. Bitte beachten Sie daher folgenden Hinweis zu dem über diesem Genderhinweis stehenden Text:

Wir haben uns größte Mühe gegeben, Ihre nationale Sprache auf eine Weise zu verbiegen, die sowohl grammatikalisch akzeptabel als auch gesellschaftlich vertretbar ist. Dennoch könnten sich Menschen jeden Geschlechts, keines Geschlechts oder eines sich konstant wandelnden Geschlechts eventuell nicht ausreichend repräsentiert fühlen. Dafür entschuldigen wir uns proaktiv, reaktiv und auch präventiv.

Um den Lesefluss nicht völlig zu zerstören, haben wir uns für eine sprachliche Lösung entschieden, die entweder das generische Maskulinum, das generische Femininum, das generische Neutrum oder die kreative Mischung aus allem verwendet. Selbstverständlich sind damit ALLE gemeint.

Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihre Toleranz und Ihre ausgeprägte Fähigkeit, Satire von echter Bürokratie zu unterscheiden.